Zukunftsregion Weserbergland+: Steuerungsgruppe gibt grünes Licht für neue Projekte

Weserbergland+. Die Steuerungsgruppe der Regionalen Entwicklungskooperation (REK) hat in ihrer ersten Sitzung des Jahres am 05. März 2026 im Weserschlößchen in Nienburg/Weser wichtige Weichen für die regionale Entwicklung gestellt. Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Beratung über die Förderwürdigkeit neuer Projekte in der Zukunftsregion Weserbergland+. Mit den beschlossenen Vorhaben sollen in den kommenden Monaten konkrete Impulse für Innovation, Wissenstransfer und die nachhaltige Entwicklung der Region gesetzt werden.

Zu den Projekten, die von der Steuerungsgruppe positiv bewertet wurden, gehören das zedita.zukunftsforum 2.0, der KI-Kompass Weserbergland sowie das Umsetzungsprogramm Wärmewende.

Mit zedita.zukunftsforum 2.0 soll eine dauerhafte Plattform für Dialog, Wissenstransfer und praxisorientierte Innovation entstehen. Ziel ist es, unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen miteinander ins Gespräch zu bringen und gemeinsam Zukunftsthemen der Region voranzutreiben. Das Vorhaben knüpft an das zedita.zukunftsforum, eines der vier Leitprojekte der Zukunftsregion Weserbergland+, an. Im vorherigen Projekt wurde eine Plattform geschaffen, auf der verschiedene thematische Communities zusammenarbeiten und sich austauschen. Darauf aufbauend setzt das neue Projekt gezielte Schwerpunkte in der Weiterentwicklung der Plattform. Im Folgeprojekt zedita.zukunftsforum 2.0 werden die bisherigen thematischen Communities zu Profilen weiterentwickelt und durch das Brückenthema Künstliche Intelligenz miteinander verbunden. Verschiedene Formate wie MeetUps, Vorträge oder Podcasts sollen den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft weiter stärken.

Ebenfalls aus dem zedita.zukunftsforum hervorgegangen ist der KI-Kompass Weserbergland. Er schafft einen niedrigschwelligen, praxisorientierten Kompetenzort für Künstliche Intelligenz. Das Angebot richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe, landwirtschaftliche Betriebe, Vereine und Organisationen. Ziel ist es, Akteure der Region zu befähigen, Potenziale von KI-eigenständig einzuschätzen und erste Anwendungsschritte umzusetzen. Dazu werden offene Lernformate wie ein KI-Bereitschafts-Check, sogenannte Learning-Nuggets sowie praxisnahe Workshops und Demonstrationen entwickelt. Die Angebote sind gemeinwohlorientiert und kostenfrei zugänglich.

Projektträger beider Vorhaben ist die Hochschule Weserbergland (HSW). Eine Woche nach der Sitzung der Steuerungsgruppe hat zudem der Kreisausschuss des Landkreises Hameln-Pyrmont der Kofinanzierung beider Projekte zugestimmt.

Ein weiteres als förderwürdig eingestuftes Projekt beschäftigt sich mit der Umsetzung der Energiewende in der Region. Das Projekt Umsetzungsprogramm Wärmewende, getragen von der Klimaschutzagentur Weserbergland gGmbH, soll Kommunen und Eigentümer*innen bei der praktischen Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung unterstützen. Dabei stehen zwei Bausteine im Mittelpunkt: der Aufbau eines regionalen Wärmenetzwerks zur Begleitung von Planung, Betreiberstrukturen und Finanzierung von Wärmenetzen sowie niedrigschwellige Informations- und Aktivierungskampagnen für private Gebäudeeigentümer*innen. Ziel ist es, konkrete Projekte anzustoßen und die Akzeptanz für erneuerbare Wärmeversorgung im Weserbergland zu stärken.

Bei der Zukunftsregion Weserbergland+ zeigt man sich sehr erfreut über die Bewilligung der Projekte. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass die Vorhaben grünes Licht bekommen haben“, betont Julia Kowitzke, Leiterin des Regionalmanagements der Zukunftsregion. „Mit den neuen Projekten setzt die Zukunftsregion Weserbergland+ ihren Weg fort, innovative Lösungen für die Herausforderungen der Region zu entwickeln und gemeinsam mit starken Partnern umzusetzen“, so Kowitzke weiter.

Neben dem Beschluss über die neuen Projekte stand auch der Austausch über den aktuellen Stand der laufenden Maßnahmen der Zukunftsregion auf der Tagesordnung.

Bereits seit 2022 wird die Region Weserbergland+ im Rahmen des Förderprogramms „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Niedersachsen unterstützt. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf der Stärkung der regionalen Innovationsfähigkeit sowie auf dem Weg zu einer CO₂-armen Gesellschaft mit zukunftsfähigen Lösungen – wie mit den nun geplanten Projekten.

Foto (v. l. n. r.): Joscha Bergmann (Zukunftsregion Weserbergland+), Landrat Detlev Kohlmeier (Landkreis Nienburg/Weser), Landrat Michael Schünemann (Landkreis Holzminden), Landrat Dirk Adomat (Landkreis Hameln-Pyrmont)